Mediation

Mediation

 

Mediation ist ein Verfahren zur Klärung und Beilegung von Konflikten sowie eine Methode zum Aushandeln von nachhaltigen Vereinbarungen.

Immer häufiger werden Situationen, in denen man früher erst gar keine Klärung versucht hat oder gleich vor Gericht gezogen ist, durch Mediation gelöst.

 

Doch was ist das eigentlich, Mediation?

Zunächst: Eine Mediation ist keine Schlichtung, obwohl die beiden Begriffe oft in einem gemeinsamen Kontext verwendet werden. Das ist aber voneinander zu differenzieren. In einer Schlichtung geben Sie die Hoheit über das Ergebnis aus der Hand. Nach ausgiebiger Darlegung der Sichtweise aller beteiligten Parteien wird vom Schlichter nach bestem Wissen und Gewissen eine Lösung ausgearbeitet, die von den Beteiligten akzeptiert werden sollte. Meist sind jedoch mehr oder weniger große Kompromisse auf beiden Seiten zu ’schlucken‘, was längerfristig dazu führen kann, dass die Lösung nicht nachhaltig ist.

Anders in der klassischen Mediation: Hier behalten Sie als Beteiligte*r die Souveränität über den Weg der Lösungsfindung. Dabei begleite ich Sie durch gezielte Fragen und einen Blick von außen auf das Voranschreiten des Prozesses und trage Sorge dafür, dass alle Beteiligten ausreichend Raum bekommen für ihre Argumente und Bedürfnisse. Ich werde Ihnen aber keine Lösung vorschlagen, diese erarbeiten Sie selbst. Die verschiedenen Standpunkte aller Beteiligten werden visualisiert oder durch passende Interventionsmethoden lebendig gemacht und benannt. All dies unterstützt Sie dabei, den Perspektivenwechsel im Konfliktgeschehen zu vollziehen und Offenheit für – vielleicht neue – Lösungen zu gewinnen.

 

Zum Ablauf:

In einem Vorgespräch klären wir, ob Ihr sich Ihr Anliegen für eine Mediation eignet.

Eine sehr wichtige Voraussetzung dafür ist, dass alle Beteiligten freiwillig an der Mediation teilnehmen und über das Verfahren informiert sind.Dies ist besonders bei innerbetrieblichen Auseinandersetzungen und immer, wenn Hierarchien gegeben sind, zu beachten.

Ausserdem werden wir den Grad der Verhärtung in Ihrem Konflikt betrachten. Ein Referenzrahmen hierfür sind die 9 Konfliktstufen der Konflikteskalation nach Friedrich Glasl, über die Sie sich im Vorfeld hier informieren können.

Sofern Ihre Ziele und Erwartungen sowie der Stand der Entwicklung in Ihrem Konflikt sich für eine Mediation eignen, werde ich Ihnen gerne dabei helfen, diesen zu klären und Sie bei der Erarbeitung einer eigenständigen Lösung unterstützen.

Nachdem wir alle Rahmenbedingungen geklärt haben wird ein verbindlicher Mediationsvertrag geschloßen, den ich auch als Arbeitsbündnis bezeichne, und es kann losgehen.

 

Die einzelnen Schritte einer Mediation:

  1. Themensammlung und Darlegung der Sichtweisen
  2. Bearbeitung der Konfliktfelder, Konflikterhellung
  3. Sammeln und Bewerten von Lösungsoptionen
  4. Abschlussvereinbarung

Es hat sich bewährt, insbesondere bei größeren Teams oder Gruppen, nach einer angemessenen Zeit nochmals zusammenzukommen und eine Evaluierung der Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen vorzunehmen; gerne unterstütze ich Sie dabei.

 

Meine Rolle als Mediatorin:

Als Mediatorin arbeite ich in der Haltung der Allparteilichkeit, das bedeutet:

Neutralität gegenüber Personen, Problemen und Ideen.

Dieser Grundsatz bleibt immer bestehen, wenn es auch phasenweise im Sinne der Lösungsfindung notwendig sein kann, einzelne Parteien zu unterstützen – zum Beispiel bei ungleicher Personenanzahl, unterschiedlichen Kommunikationsmustern oder kulturellen Hürden.

Ein weiteres wichtiges Prinzip ist die Vertraulichkeit, diese bleibt nach Beendigung der Mediation bestehen.

 

Was hat mich dazu bewogen, Mediatorin zu werden, oder: Hurra, ein Konflikt!

Konflikte werden meist sehr negativ gesehen, manche Kulturen vermeiden Sie sogar komplett. Damit meine ich nicht nur die Menschen in fernöstlichen Ländern wie Japan, wo ein Konflikt z.B. in einem Unternehmen einer Schande und einem Gesichtsverlust gleichkommt. Auch in Organisationskulturen hierzulande, also Firmen oder Vereinen, in allen möglichen Kollegengruppen und Systemen sowie im Privaten ist der Konflikt schlecht angesehen.

Da ‚können zwei nicht miteinander‘, da ist eine Führungskraft zu schwach, zu streng, wie auch immer – nicht gut in Ihrer Rolle angekommen. Aber ist das so? Ist es nicht vielmehr so, daß der Konflikt ein Hinweis darauf ist, dass Veränderung notwendig ist? Dass man etwas lernen und dabei wachsen kann? Oder auch: Dass man miteinander reden sollte?

Während meiner Ausbildung zur Mediatorin ist mir der Satz begegnet:

Der Konflikt ist der Vater des Fortschritts,

und hat mich während der gesamten Zeit begleitet. Das war eine ungewöhnliche These – und doch so zutreffend.

Natürlich ist es oft sehr unangenehm, in einem konfliktgeladenen Umfeld arbeiten oder gar leben zu müßen. Das raubt Energie, Kreativität und Fokus können sich nicht maximal entwickeln, Ressourcen bleiben ungenutzt.

Dennoch: Die gefühlte Blockade ist ein Hinweis darauf, dass sich etwas ändern muss – also kann man sich entwickeln. Voranschreiten. Zu neuen Ufern aufbrechen. Und dabei am besten alle mitnehmen..

Negative in kreative Energie umwandeln – das war es, was mich am meisten an der Vorstellung einer gelungenen Mediation begeistert hat.

Statt sich gegenseitig mit Vorwürfen zu überschütten, offen werden für andere Sichtweisen und aus Fehlern lernen, anstatt sie zu Wurfgeschossen in einem Rosenkrieg zu machen.

Meine Ausbildung zur Mediatorin habe ich 2015 abgeschloßen und mich seitdem laufend fortgebildet.

Ich bin Mitglied im Bundesverband Mediation bmeV.de und vernetzt mit Regionalgruppen sowie anderen Mediator*Innen, mit denen ich mich regelmäßig über Fachthemen und im Sinne von Intervision austausche.

Weitere Informationen über Mediation finden Sie hier (Link zum Video) und im Mediationsgesetz (Link)
Für eine Anfrage nutzen Sie bitte das Kontaktformular oder schreiben Sie eine Nachricht an office@core-communication.com.